Auch in Ungarn sagt man, wer im Glashaus sitzt soll nicht mit steinen schmeißen, hätte auch einige dinge sagen können!!!#
Sie sollen nicht so tuen ob sie die Lämmer sind, es gehören immer zwei dazu.

Im Hinspiel in Wesseling sah Beecks Armand Drevina (l.) in der Nachspielzeit wegen Nachtretens Rot – der Siegtorschütze vom vergangenen Samstag in Alfter hatte sich damals von der enormen Hektik anstecken lassen. FOTO: JÜRGEN LAASER
Wegberg. Mittelrheinliga: Beeck spielt am Sonntag daheim gegen Wesseling/Urfeld. Im Hinspiel war es hoch hergegangen – auf und außerhalb des Platzes. „Da sind wir die ganze Zeit angemacht worden“, erinnert sich Coach Friedel Henßen. Von Mario Emonds
So viele Kapriolen – sowohl positiver als auch negativer Art – der FC Wegberg-Beeck in den vergangenen Wochen auch geschlagen hat, eines blieb dabei unangetastet: Auswärts sind die Kleeblätter weiterhin eine Macht, haben in der Fremde in diesem Jahr aus fünf Spielen 13 Punkte geholt – bei 13:2 Toren. Nur bei Absteiger Rheinbach gewannen sie nicht, mussten sich dort nach einer 2:0-Führung nicht zuletzt wegen eines Slapstick-Gegentors mit einem 2:2 begnügen. Dafür brillierten die Schwarz-Roten jüngst mit den Siegen bei den weiteren Topteams Herkenrath (2:0) und Alfter (1:0).

Die letzte Auswärtsniederlage ist bereits über ein halbes Jahr her: Am 13. November unterlag Beeck auf dem Kunstrasen in Wesseling der Spvg. Wesseling/Urfeld 1:2. Es war ein denkwürdiges Spiel. Vor allem deswegen, weil es so viel Hektik in einem Spiel mit Beecker Beteiligung lange nicht mehr gegeben hatte – und seitdem auch nicht mehr.

Das hat auch Beecks Coach Friedel Henßen, ansonsten sehr zurückhaltend, was die Beurteilung des gegnerischen Auftretens angeht, nicht vergessen: „Wie sich da die Wesselinger Bank während der gesamten 90 Minuten aufgeführt hat, war unterste Sohle. Wir sind permanent angemacht worden. Ganz zu schweigen von den Vorkommnissen nach dem Spiel, als meine Akteure beim Gang in die Kabine sowohl von Offiziellen als auch Zuschauern heftig beleidigt wurden.“

Und wenn sich dabei auch Wesselings impulsiver Coach Jupp Farkas selbst deutlich zurückhielt, so nimmt ihm Henßen einen Spruch doch sehr übel: „Es waren 20 Minuten gespielt, da bezeichnete er uns lautstark als arrogant – wofür er sich umgehend entschuldigte. Nach dem Spiel bekräftigte er das dann aber wieder, sagte, dass soeben Herz Arroganz geschlagen habe. Das hat mich sehr geärgert, war mehr als eine Frechheit. Denn das müssen wir uns nicht nachsagen lassen – arrogant sind wir nun wirklich nicht. Das behauptet außer Farkas auch keiner.“
Übermorgen nun kommt die Spvg. zum Rückspiel nach Beeck – für Zündstoff ist also gesorgt. „Klar geht es für uns in erster Linie dann darum, nach vier Heimniederlagen in Folge endlich auch mal wieder im Waldstadion ein Erfolgserlebnis zu feiern. Richtig ist allerdings auch, dass uns die Erinnerung ans Hinspiel noch ein wenig mehr pusht“, erklärt Beecks Kapitän Arian Berkigt.

„Man merkt bei der Mannschaft deutlich, dass das Hinspiel nicht vergessen ist, noch im Hinterstübchen sehr präsent ist“, bekräftigt Henßen. Sorge, dass seine Jungs übermorgen daher übermotiviert auf den Platz kommen, habe er aber nicht: „Die Jungs wissen, dass sie kühlen Kopf bewahren müssen. Sie müssen aber dennoch genauso aggressiv in die Zweikämpfe gehen, wie das auch die Wesselinger zu tun pflegen.“

Rein sportlich zieht Henßen vor der Spvg. durchaus den Hut: „Es ist aller Ehren wert, was sie in dieser Saison leisten.“ Zehn Punkte Vorsprung hat Wesseling auf den ersten Abstiegsplatz, ist damit drei Spieltage vor Schluss bereits gerettet und kann daher recht entspannt ins Waldstadion reisen. Konstanz war freilich auch bei der Spvg. in den vergangenen Wochen ein Fremdwort: Drei Niederlagen, dann zwei Siege, dann wieder zwei Niederlagen lautet die jüngste Bilanz. So schlugen die Wesselinger die starken Hürther 2:0, um nur eine Woche später bei Absteiger Rheinbach 0:3 zu verlieren.

Drei Spieltage stehen nun noch an. „Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir alle drei Partien auch gewinnen. Ansonsten wird das wohl nicht mehr gelingen“, vermutet Henßen. Ganz ohne Schützenhilfe können die Kleeblätter das allerdings auch nicht mehr schaffen. Von daher hätten sie sicherlich nichts dagegen einzuwenden, wenn es übermorgen im parallelen Topspiel zwischen Herkenrath und Alfter ein Remis geben würde
Quelle RP Heinsberg

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