Spvg Wesseling-Urfeld — Euskirchener TSC 1:3 (0:0). Eine gute Stunde vor dem Anpfiff musste zunächst einmal die Frage geklärt werden, ob die Partie denn überhaupt stattfinden kann. „Um 13.30 Uhr war der Kunstrasenplatz zu einem großen Teil noch schneebedeckt und es war nicht absehbar, ob sich die äußeren Bedingungen weiter verschlechtern”, berichtete ETSC-Trainer Frank Molderings.

In Abstimmung mit dem Schiedsrichter, der beide Seiten nach ihrer Sicht der Dinge befragte und zweimal den erhobenen Daumen zu Gesicht bekommen hatte, konnte es schließlich losgehen. „Wir wollten trotz unserer dünnen Personaldecke spielen. Die Platzverhältnisse waren zwar nicht einfach, aber der Untergrund war nicht gefroren”, begründete Molderings seine Entscheidung.

Diese sollte er am Ende nicht bereuen, denn seine Schützlinge sicherten sich unter dem Strich völlig verdient drei Zähler. „Das war ein toller, wichtiger Sieg für uns. Die Mannschaft hat nach den Niederlagen gegen Merten und Pesch gesehen, wie wir es gegen solche Gegner machen müssen”, jubelte der Coach. Äußerst zufrieden war er nicht nur mit der Leistung seines Teams, sondern auch mit dem Unparteiischen Christian Lex. „Die Leitung der Begegnung war nicht leicht, weil die Spieler häufig weggerutscht sind und die Zweikämpfe schwer einzuschätzen waren. Doch er ist in allen Situationen ruhiggeblieben und hat sich von der Hektik nicht anstecken lassen. Das war heute unheimlich wichtig für uns”, lobte Molderings.

Dass es nach 90 Minuten 3:1 für die Gäste stand, lag allerdings in erster Linie an Mohamed Dahas, dem in der zweiten Hälfte zwei nahezu identische Treffer zur vorentscheidenden 2:0-Führung gelangen.

Dabei profitierte der Stürmer, der bereits zum dritten Mal per Doppelpack traf, von den Zuspielen von Burim Mehmeti (77.) und Vincenz Borgelt (81.). Einmal in Fahrt gekommen ließ sich Dahas nicht mehr vom Weg Richtung Tor abbringen, überlief Keeper Jörg Gräber und schob den Ball ins verwaiste Gehäuse.

Die Heimelf blieb dennoch bis in die Nachspielzeit ein hartnäckiger Widersacher und kam nach einer Ecke aus dem Getümmel zum Anschlusstor durch Benedikt Zaun.

Die Hoffnung, das Ruder in den verbleiben 120 Sekunden noch einmal herumreißen zu können, währte jedoch nur kurz, weil Dominik Behr ein Missverständnis zwischen Torwart und Verteidiger zum 3:1 nutzte. 

 Quelle:FuPa Foto: Brackhagen

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